|
E. und H.- G. Stute, Theodor - Storm - Str. 14, 33719 Bielefeld - Heepen



Ich beschreibe hier den eventuellen Milbenbefall in der Torfgranulatzucht.
Zuerst einmal zu den Milben selbst:
Milben entwickeln sich immer erst, wenn die Umgebungsbedingungen für die einzelnen Milbenarten "erfüllt" sind.
Dass hört sich zwar zweifelhaft an, es ist aber so!
Es gibt zwei "Arten" Milben, die in der Regel, die Grindalzuchten auf Torfgranulat befallen. Es sind 1. die weissen "Kugelmilben" und 2. eine kleine graue Milbenart. Diese Milbe kenne ich erst seit der Zucht der Grindal auf / in Torfgranulat ! Die wissenschaftliche Bestimmungen kenne ich auch hier nicht. Ist auch nicht nötig! In den meisten Fällen treten zuerst die weissen "Kugelmilben" auf. Diese lieben die Feuchtigkeit des Zuchtsubstrates. Vermehren sich auch in Massen, wenn die Idealbedingungen im Substrat entstanden sind.
Die 2. Milbenart ist eine kleine "graue Milbe", diese Milbenart erhalten sie auch ohne ihr zutun. Wenn das Substrat unbrauchbar geworden ist.
Wass macht man, um möglichst die Milbenentwicklung in den Zuchtbehältern zu vermeiden : Die weiter Entwicklung der "weissen Kugelmilben" kann verhindert werden.
Nach dem abspülen der Grindal von der Abdeckscheibe, die Würmchen werden in einem kleinen Glas aufgefangen und anschliessend mehrmaligem spülen in diesem Glas, nach einer kurzen Standzeit nachdem sich die Grindal auf dem Boden sammeln konnten, abgegossen und fast nur noch die Grindalwürmer ( mit den Milben ) vorhanden sind, vorsichtig auf die Oberfläche des neuen Zuchtbehälter verteilt werden. Wichtig ist jetzt, das Absuchen der Milben von der Oberfläche des Granulats, mit einer Pinzette, um mit der Weiterzucht beginnen zu können. ( nicht ideal, anwendbar auch nur, wenn es nicht zu viele Milben sind ).
Darum ist es ratsam nach erkennen der Milbenentwicklung sofort mit der Beseitigung zu beginnen !
Diese Milbenentwicklung wird verhindert, wenn die Zuchten rechtzeitig erneuert werden.
Ich züchte seit 2005 Grindal für den Eigenbedarf weiter und habe seit der Milupa Flockenfütterung ( also auch vor 2005 ) keine weissen Milben mehr in meinen Zuchtbehälter !
Als "Nachfolgemilbe" kann als zweite Milbenart eine "kleine graue Milbe" auftreten. Es sind kleine Milben die als kleine Punkte auf der Granulat - Oberfläche erkennbar sind. Diese sitzen nach guter Entwicklung "dicht an dicht" in den Freiflächen der Grindalzuchtbehälter. Wenn dieser Zustand eingetreten ist bedeutet es, dass die Granulatoberfläche total "verjaucht" ist.
Es ist der Idealzustand für die Weiterentwicklung dieser Milben.
Die Granulatkugeln hängen durch den totalen Verschmutzungszustand eng zusammen und bilden keine Zwischenräume mehr.
Wenn in diesem Zuchtbehälter weiter gezüchtet wird, züchten sie nur noch die “Kleine graue Milbe” und keine Grindal mehr.
Diese Milbenart kannte ich vorher nicht, sondern erst durch den Einsatz von Torfgranulat in der Würmerzucht.
Wie in der Zuchtbeschreibung erklärt, tritt dieser Zustand nach längerem Zuchtverlauf immer ein. Dass regelmässige Abspülen der Abdeckscheiben verhindert nicht die Oberflächen - Verschmutzung des Granulatsubstrates.
Hier hilft nur : Wie oben beschrieben, sammeln der Grindalwürmer in einem Glas oder Kunststoffbehälter, sammeln aus mehren Zuchten und sprühe dann mit einem Wäschesprenger kräftig handwarmes Wasser in diesen Auffangbehälter. Nachdem Absetzen der Grindal auf dem Behälterboden sind die Milben auf der Wasseroberfläche erkennbar. Diese bewegen sich munter auf der Oberfläche !
"Erfreulicher" Weise schwimmen diese Milben auf der Wasseroberfläche.
Das Wasser wird vorsichtig abgegossen und der Spülvorgang wiederholt und zwar so oft, bis keine Milbe mehr auf der Oberfläche erkennbar ist. Es können 5 und mehr Spülungen infrage kommen !! Anschliessend werden die "gereinigten" Grindalwürmer auf neue Zuchtbehälter verteilt.
Die Zucht kann Milbenfrei weiter entwickelt werden.
Eine andere Möglichkeit gibt es nicht oder doch ?
ja, wie vorher beschrieben: wenn sie ausschliesslich mit Milupa Haferflocken füttern, kommt es erst gar nicht zur Entwicklung der “Weissen Kugelmilben”!
Ob Milben den Zuchten schaden ist unbekannt und auch erfahrungsgemäss unwichtig. Milben schaden nur den Zuchtergebnissen und dem "Zuchtansetzer" weil nur reine saubere Grindalwürmchen nützlich sind !
“Glück Auf” Heinz Günter Stute

|