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Zuchtempfehlung für Grindal - Würmchen
in/auf Torfgranulat
Wie in dem Zuchtbericht der Springschwänze ausführlich über Nutzung und Handhabung berichtet wurde, so ideal ist dieses Substrat auch für Wurmzuchten. Grindalwürmer Enchytr. buchholzi können in diesem Medium hervorragend gezüchtet werden. Meine Zuchtansätze werden nur auf / in diesem Substrat geliefert ! Es sollte aber auch hier einiges beachtete werden : Das Granulat wird vor der Nutzung ausreichend gewässert. Dieser Vorgang sollte über mehrere Tage ausgedehnt werden. Wichtig ist es auch, nach dem wässern, das Substrat unter fliessendem Wasser auszusieben. Kleine Torfpartikel könnten sonst zu einer zu schnellen Verdichtung des Substrates im Zuchtbehälter beitragen. Dieses geschieht ja bereits durch geringe Ablösungen der Oberfläche von den Torfkugeln nach längerer Nutzung. Eingefüllt in einem Behälter ist ein überbrühen mit heissem Wasser immer vorteilhaft. Durch umrühren mit einem Löffel erreicht man die Benetzung der Granulatkugeln mit heissem Wasser im gesamten Behälter. Nach Abschüttung des Wassers, empfehlenswert über ein Sieb und Abkühlung des Substrates, ist es gebrauchsfertig. Aufgeteilt in kleine Zuchtbehälter, es können Kunststoffbehälter aus Grossmärkten von ca 2 Ltr. Inhalt sein, die ja in vielfältiger Form angeboten werden.
 Ein Grindalzuchtbehälter, wie beschrieben, in der ausreichenden Grösse ! Bleiben Sie bitte bei dieser Grösse, da auch die Enge des Wurmbesatzes eine Rolle in der Vermehrung spielt. Dieses wird nur in dieser Behältergrösse erreicht
Das Granulat wird in ca zur Hälfte der Behälterhöhe, mindestens aber 2 cm hoch, eingefüllt und mit wenig Wasser übersprüht. Die Granulatkörnung sollte immer dunkel aussehen und glänzen. Auf die Oberfläche werden in einer begrenzten Fläche, in der Grösse der Abdeckscheibe zum Beispiel, Würmer aufgespült und mit einer Gabel vorsichtig verteilt und mit Futter bestreut. Als Futter empfehle ich nur :

Sparsam und trocken auf die Oberfläche des Wurmbesatzes Streuen. Das Aufstreuen der Futtermenge sollte immer vorsichtig dosiert, in kleinen Mengen erfolgen. Die Abdeckscheibe wird aufgelegt, nicht aufgedrückt . Nach einer kurzen " Anpassungzeit " der Würmer an die frische Granulateinfüllung, beginnt die Vermehrung. Die Zuchtbehälter sollten dunkel, bei einer Temperatur von :
ca + 20° C bis + 23° C abgestellt werden.
Betreiben Sie pro Becken mit normalen Fischbesatz einen Zuchtbehälter, wie auch die Abbildung zeigt, Grindal in vorher genannter Zuchtbehältegrösse ! S ie können dann jeden 2. oder 3. Tag die Fische mit lebenden Futter versorgen.
Als "Zwischenmahlzeit " bieten sich Moina an !  ( der Japanische Wasserfloh ! )
Spülen Sie von der Abdeckscheibe die Grindal in einen kleinen Behälter und später dann aus diesem Behälter über ein Sieb ( z. B. Teesieb ) die Grindal in einen weiteren Behälter. Es werden dadurch Granulatkugeln von den Grindal getrennt und diese können dann sauber verfüttert werden.
Bei vorsichtiger Dosierung des Futters, wie vorher erwähnt, ist die erneute Fütterung der Grindalwürmer auch erst nach ca 2 bis 3 Tagen erforderlich, wenn eine regelmässige Fütterung mit Grindalwürmern erfolgen soll. Achten Sie aber bitte darauf die Abdeckscheibe, nur gereinigt unter fliessendem Wasser , wieder aufzulegen.
Die Grindalmenge die beim hochnehmen der Glasscheibe an dieser sitzen, hängt von der aufgestreuten Futtermenge ab. Bei vorher beschriebener Futter menge ist eine Entnahme der Grindal in der vorher angegeben Zeit möglich. Höhere Futtermengen erlauben die Grindalentnahme erst nach dem Verzehr des Futters, um nicht Grindal und Futter von der Scheibe zu spülen !
Man muss es ausprobieren und sollte sich dafür Zeit lassen.

Eingerichteter Grindalzuchtbehälter auf Torfgranulat ( Draufsicht ). ( Zuchtbehälter immer ohne Deckel aufstellen ! )
Noch einige wichtige Informationen sollten Sie beachten: So, wie die Abdeckscheibe nach jeder Grindalabspülung verschmutzt ist und gereinigt werden muss, so verschmutzt auch die Substratoberfläche des Zuchtbehälters. Nur hier ist hier keine Reinigung möglich. Erkennbar ist der Verschmutzungsgrat des Granulates durch die Verdichtung der Oberfläche . Die Torfkugeln liegen nicht mehr getrennt sondern hängen, durch die Verschmutzung zusammen. Besonders ist jetzt auch die beginnende Milbenentwicklung, eventuell, erkennbar! Aus oder durch das Futter entwickeln sich keine Milben !
Wenn sie mehr über Milben in der Grindalzucht wissen möchten, klicken sie : den Link “Milben Grindal” an
Aus diesem Grund wurde bei Zuchtbeginn nur eine geringe Substratauffüllung im Zuchtbehälter vorgenommen ( 1/3 der Behälterhöhe ). Um die Grindalwürmer aus diesem verschmutzten Bereich raus zu bekommen, wird die Zuchtbehälteroberfläche vorher mit einer Gabel vorsichtig aufgelockert und mit ca 0,5 cm frischem Torfgranulat aufgefüllt , leicht mit Wasser übersprüht, dann mit Futter bestreut und mit der sauberen Glasscheibe abgedeckt. Die Würmer versuchen an das Futter zukommen und befinden sich in diesem frischen Substrat. Es dauert dann aber einige Tage bis der gewohnte Vermehrungsprozess wieder beginnt.
Wenn eine Auffüllung mit frischem Substrat nicht mehr möglich ist, richten Sie unbedingt einen Zuchtbehälter ein ! Einrichtung wie vorher beschrieben.
Sie können davon ausgehen, das die aufgeführten Erfahrungen mit dem Umgang und Nutzung von Torfgranulat für die Futterzuchten keine Momentaufnahme ist, sondern von mir seit einigen Jahren, intensiv, sorgfältig und mit Leidenschaft betrieben wird. Da die " Jahrhundert " lange Anwendungszeit von Torf, Waldhumus, Rindenmulch alles ist in der Zwischenzeit ja auch verseucht ) und hier auch noch die Unterscheidung von Eichenlaub - oder Buchenlaubhumus eine Rolle spielen soll, sollte diese Art der Wurmzuchten doch überholt sein.
Wo bekommt man heute noch eine kleinen Menge Torf von guter Qualität. Zugegeben, Torfgranulat ist teuer ! aber die Anschaffung lohnt sich, da dieses Granulat immer wieder aufbereitet ( gereinigt ) werden kann !
Eine Futterversorgung der Zierfische, dazu gehören auch Korallenfische , mit lebenden Futtertieren ist doch das wichtigste, woran gedacht werden muss und auch eingehalten werden sollte. Versuchen Sie die Wurmzucht in diesem Medium. Die Versorgung der Zuchtansätze ist eine Minuten Sache und kann in der Urlaubszeit auch 3 Wochen lang ausgesetzt werden.
Glauben Sie mir , es geht ! Probieren Sie es !
Wenn Sie die Zucht der Grindal-Würmchen nicht kennen, sollten Sie dieser Empfehlung unbedingt folgen ! E. Stute

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