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E. und H.- G. Stute, Theodor - Storm - Str. 14, 33719 Bielefeld - Heepen


Eine Zuchtempfehlung für die “Schaumstoffzucht”
der Grindalwürmchen Enchytraeus buchholzi,
wie diese von uns vor ca 30 Jahren empfohlen wurde.
Für die Zucht auf / in Schaumstoff sind 2 Behälter erforderlich, die ineinander gestellt, einen Zwischenraum von ca 5 cm Innenraum, (zwischen dem Behälterboden 1 und dem Behälterboden 2 ) bilden sollten.
Der Boden des ersten Behälter 1 wird mit kleinen Löchern versehen. Dieser Behälter wird in einen zweiten Behälter 2 gestellt der nur die Aufgabe hat die abtropfende Flüssigkeit aus dem Behälter 1 aufzufangen.
Der Behälter 1 wird mit 3 bis 5 Lagen Schaumstoffplatten ( die Behältergrösse spielt hier eine Rolle ) ca 1 cm dick, passend für den Innenraum zugeschnitten, aufgefüllt. Der Schaumstoff muss vorher unter fliessendem Wasser gut ausgewaschen werden. Die Grindal werden sauber ( also reine Würmer ) zwischen den Lagen 2 und 3 ( von oben gezählt ) aufgetragen und mit dem gleichen Futter wie bei der Erdzuchtmethode gefüttert. ( folgen sie auch hier unbedingt meiner Futterempfehlung )

Von oben werden die Schaumstoffplatten mit so viel Wasser angefeuchtet, dass die 4. Lage der Schaumstoffplatten gut benetzt wird. Ein Zuviel an Wasser sammelt sich am Boden und tropft in den Behälter 2 ab.
Es muss täglich sparsam gefüttert und die Schaumstoffplatten angefeuchtet werden. ( von oben mit einem Wäschsprenger besprühen. )
Nach beginnender Vermehrung ist ein einmaliges Durchspülen der Schaumstoffplatten nicht mehr ausreichend. Diese müssen herausgenommen werden und unter fliessendem lauwarmen Wasser über einer Schale vorsichtig ausgewaschen werden.
Hierbei wird eine Anzahl von Grindal mit ausgewaschen. Die Schale mit dem gelb gefärbten Wasser wird schräg gestellt und nach ca 3 Minuten vorsichtig das Wasser abgeschüttet. Am Boden befinden sich saubere Grindal, die verfüttert werden können. Die Schaumstoffplatten werden zurückgelegt, mit Futter bestreut und ausreichend feucht gehalten.
Bei Zuchttemperaturen von +20°C bis +23°C müssen die Behälter dunkel stehen !
Der Zeitaufwand für die Pflege der Zucht ist sehr hoch.
Bei guter Wurmentwicklung müssen die Schaumstoffplatten, mindestens 1 mal am Tag gewaschen werden sonst geht die Zucht ein. ( sehr starke Ammoniak - Entwicklung.)
Zu der Zeit, in der ich die Zuchten intensiv betreut habe, wurden die Platten tlw. 2 bis 3 mal am Tag gespült. Der grosse Nachteil: die Zuchten wurden ständig gestört und konnten sich nicht entwickeln.
Wie zu erkennen ist, wird die Zucht in nur einem Behälter zu einer "Ammoniak - Falle", da die Würmer, die sich auf dem Boden aufhalten müssen sich in dieser "Ammoniak - Brühe" bewegen.
Ich kann es nicht sagen, wie ein in Ammoniak eingelegter Grindalwurm den Fischen schmeckt ?
Es ist also wirklich zu überlegen, ob eine Zucht auf / in Schaumstoff überhaupt infrage kommt.
Meine Empfehlung : lassen sie es !
Sie gewinnen bei der “Erdzuchtmethode” sehr viel Zeit und können diese dann z.B. für die Wasserflohzucht nutzen !
Der Erfolg dieser Zuchtmethode ist mit der Schaumstoffzucht nicht vergleichbar. “Glück Auf” E. Stute

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