Mehlmotten

E. und H.- G. Stute, Theodor - Storm - Str. 14,
33719  Bielefeld - Heepen



vermutlich :
   Ephestia  kuehniella  ( linkes Bild)  
 oder

Anagasta kuehniella !   ( rechtes Bild )

                     


 Die Zucht der Mehlmotte ist einfach, wenn nachfolgend
beschrieben Zuchtempfehlung beachtet wird. Sie dürfen
natürlich auch eigene Erfahrungen verwenden.
Die Falter, es gibt kleine Unterschiede in der Grösse und
Flügelfarbe, werden ca 5 mm bis 10 mm gross.
Die Maden erreichen die gleichen Grössen, je nach Falterart.
Kunststoff - oder  Glasbehälter sind sehr gut geeignet und
sollten eine Grösse von ab 1 Ltr. haben. Zum Beispiel auch
Behältergrössen von ca 30 cm x 25 cm x 10  cm ( LBH )
Die Behälter müssen eine gute Abdeckung haben,
z. B. Perlonstrumpfgewebe oder andere luftdurchlässige Stoffe.
Achten Sie aber ständig auf Dichtheit der Abdeckung !!

Das Zuchtsubstrat besteht aus einem Gemisch aus :
Haferflocken, Hafermehl, Weizenmehl, Weizenkleie,
Flockenfischfutter und auch Milupa - Milana  Haferflocken.
Ausserdem hat sich ein " BIO” - Kornflocken - Substrat "
hervorragend bewährt !
 Es können natürlich auch andere Gemische
genommen werden.

Der Zuchtbehälter wird ca 3cm bis 5cm hoch mit dem
Substrat aufgefüllt. Der darüber liegende Freiraum wird
zweckmässig mit geknülltem Papier ausgefüllt.
Um den Zuchtbehälter mit Tieren zu besetzen, sollten
sich paarende Falter und auch Maden  eingesetzt werden.

Zum Umsetzen benutzt man am besten eine  Federstahlpinzette,
da diese nur einen geringen Druck beim festhalten auf die Tiere
selbst überträgt.

Mit den Faltern lässt es sich leicht umgehen, da diese
sich während der Paarung ruhig verhalten. Besonderes
Augenmerk ist aber auf das Auffliegen der restlichen Falter
zu legen.  Ihr unerwünschter Aufenthalt in den Wohnräumen
muss verhindert werden. Mit der Federstahlpinzette lassen
sich entflogene Falter sicher einfangen.
 Die Zuchttemperatur sollte zwischen +25°C bis+30°C liegen.
Dann beträgt die Lebenserwartung einer Generation
etwa 6 Wochen. Erschrecken Sie nicht, wenn die Falter schon
nach kurzer Zeit tot auf dem Behälterboden liegen. Diese
haben dann die von der Natur so vorgesehenen Aufgaben
erfüllt, sich zu paaren und Eier zu legen (ohne Futteraufnahme ).
Nach der Eiablage sterben die Falter !
Bei einer Zuchttemperatur von+20°C sterben die Falter
nicht so schnell ab, und die Lebensdauer erhöht sich
um 10 bis 20 Tagen. Nach dem Schlupf der Falter sollte der
Behälter aus dem hohen Wärmebereich herausgenommen
werden. Die Weiterzucht nach dem Neuansatz mit Faltern
 ist erst nach dem Absterben der Motten bei hohen
Temperaturen um +30°C  zu empfehlen.

Es steht dann nur die Entwicklung der Maden  im Vordergrund.

Als "Futterautomaten" haben sich kleine Zuchtbehälter,
 ca  5cm bis 10 cm  Durchmesser bewährt, wenn diese mit
mehreren Paaren besetzt werden.  Nach dem Absterben
der Falter wird  der Zuchtbehälter in den Zuchtschrank,
(oder in einen höheren Temperatur - Bereich ), zur weiteren
Entwicklung gestellt. Nach dem beginnendem Falterschlupf
wird der Behälter in das Terrarium gestellt.

 Durch zeitlich versetztes Einrichten kleiner Behälter,
hier ist eine unterschiedliche Temperatur der einzelnen Behälter
zu empfehlen,
ist eine ständige Versorgung der Terrarieninsassen
mit Mehlmotten möglich.
Die angegebenen  Entwicklungszeiten sind "ca Zeiten"

probieren Sie die Zucht !
  Ich wünsche guten Erfolg .
                                                                        
“Glück Auf” E. Stute