Mehlmotten - Zucht


 Auszug aus meiner Broschüre ( Copy 1983 )

Autorin :  E.  Stute    

   Mehlmotten   Zuchtempfehlung

  ( vermutlich : Ephestia kuehniella oder   Anagasta kuehniella  )

     Die Zucht der Mehlmotte ist einfach, wenn nachfolgend beschrieben Zuchtempfehlung
 beachtet wird. Sie dürfen natürlich auch eigene Erfahrungen verwenden.
 Die Falter, es gibt kleine Unterschiede in der Größe und Flügelfarbe, werden ca 5 mm bis 10 mm  gross. Die Maden erreichen die gleichen  Grössen, je nach Falterart.
 Kunststoff - oder Glasbehälter sind sehr gut geeignet  und sollten eine Grösse  von ab
  1 Ltr. haben.
 Zum Beispiel auch Behältergrössen von ca 30 cm  x 25 cm  x 10 cm ( LBH )
  Die Behälter müssen eine gute Abdeckung haben, z. B. Perlonstrumpfgewebe oder
 andere  luftdurchlässige  Stoffe.
Achten Sie aber ständig auf Dichtheit der Abdeckung !!

  Das Zuchtsubstrat  besteht aus einem Gemisch aus : Haferflocken, Hafermehl,
Weizenmehl. Weizenkleie, Flockenfischfutter und auch Milupa - Milana Haferflocken.
Ausserdem hat sich ein " BIO 5 - Kornflocken - Substrat "
hervorragend bewährt !
   Es können natürlich auch andere Gemische genommen werden.

Der Zuchtbehälter wird ca 3  bis 5  cm  hoch mit dem Substrat aufgefüllt.
 Der darüber liegende Freiraum wird zweckmässig mit geknülltem Papier ausgefüllt.
Um den Zuchtbehälter mit Tieren zu besetzen, sollten sich paarende
 Falter und auch Maden eingesetzt werden. Zum Umsetzen  benutzt man am besten eine  Federstahlpinzette, da diese nur einen geringen Druck beim festhalten auf die Tiere
 selbst überträgt.
   Mit den Faltern lässt es sich leicht umgehen, da diese sich während
der Paarung ruhig verhalten. Besonderes Augenmerk ist aber auf das Auffliegen der
restlichen Falter zu legen.
Ihr unerwünschter Aufenthalt in den Wohnräumen muss verhindert werden.
Mit der Federstahlpinzette lassen sich entflogene Falter sicher einfangen.
   Die Zuchttemperatur sollte zwischen +25° C bis  +30° C  liegen.
   Dann beträgt die Lebenserwartung einer Generation etwa 6 Wochen.
  Erschrecken Sie nicht, wenn die Falter schon nach kurzer Zeit tot auf dem
 Boden liegen. Diese haben dann die von der Natur so vorgesehenen Aufgaben erfüllt,
sich zu paaren und Eier zu legen ( ohne Futteraufnahme ).
   Nach der Eiablage sterben die Falter !
  Bei einer Zuchttemperatur von  +20° C  sterben die Falter nicht so schnell ab, und
die Lebensdauer erhöht sich um 10 bis 20 Tagen.
         Nach dem Schlupf der Falter sollte der Behälter aus dem hohen Wärmebereich herausgenommen werden.
 Die Weiterzucht nach dem Neuansatz  mit Faltern ist erst nach dem Absterben der Motten
bei hohen Temperaturen, um +30° C,  zu empfehlen.

  Es steht dann nur die Entwicklung der Maden im Vordergrund.

  Als  " Futterautomaten " haben sich kleine Zuchtbehälter, ca  5cm bis 10 cm   Durchmesser bewährt, wenn diese mit mehreren Paaren besetzt werden
 Nach dem  Absterben der Falter wird der Zuchtbehälter in den Zuchtschrank,  (oder in einen
 höheren Temperatur - Bereich ), zur weiteren Entwicklung gestellt. Nach dem beginnendem Falterschlupf  wird der Behälter in das Terrarium gestellt.
   Durch zeitlich versetztes Einrichten kleiner Behälter ist eine ständige Versorgung der Terrarieninsassen mit Mehlmotten möglich.

 Die angegebenen Entwicklungszeiten sind   " ca Zeiten "
                                                                                     *Ich  wünsche  guten   Erfolg .


                          

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