Seewasseraquarium

Erfahrungen mit der Pflege von Seewassertieren
die ich im “Laufe” vieler Jahre sammeln konnte.



  Amphiprion percula


Der “Abstecher” zu den Pfeilgiftfröschen, die ich auch
über 10 Jahre, bis 1995,
erfolgreich bis zum “Versorgungstot”,  eingeleitet durch
einen “Profi”,  gepflegt und auch gezüchtet habe,
war allerdings auch eine gute Erfahrung.

Ich bin aber von Haus aus Aquarianer,
seit dem 12. Lebensjahr ( ab 1941 )
und habe mich mit der Haltung und Zucht von
“Tropischen Zierfischen”
zu unterschiedlichen Zeiten beschäftigt.
Der Umfang der Haltungs - und Zuchtanlage betrug
zum Schluss :
ca 80 Haltungsbecken und ca 100 Absetz-und Laichbecken.
 
Es war immer mein Wunsch eine “Zierfischzüchterei” zu haben.

  Es gibt aber sinnvollere Wünsche, glauben sie mir ).

Mein “Arbeitseinsatz” betrug:
 
täglich ( also 7 Tage in der Woche ) nach Dienstschluss,
 zwischen 4 bis 6 Stunden.
( die  Futtertierzuchten wurden natürlich auch weiter betreut ! )

Meine Ehefrau  und ich haben das Sternzeichen “Widder”
sind also nicht “arbeitsscheu” und lieben Sorgfalt und Pünktlichkeit.

Diese Tätigkeit wurde “Nebenberuflich” angemeldet ausgeführt.
Die Unkosten lagen im Monat für Strom und Heizung zwischen
300 DM bis 350 DM.
Ein Experte der Stadtwerke erklärte vorher:
die monatlichen Unkosten würden ca 60 DM betragen.
( es sind eben Experten ! und diese gibt es Deutschland “Haufenweise”!
besonders die “Politik” züchtet diese Spezie von Menschen .)

Sie können sich vorstellen, wenn man für eine Zebrabarbe
8 PF bekam, wie ich mich und natürlich auch meine
Ehefrau “tummeln”  mussten.
Es war für uns “Beide” eine wirkliche Zumutung !

Nach 6 Jahren war es nicht mehr zu schaffen und haben
die Anlage, die eigentlich viel zu klein für
eine “Berufsbeschäftigung” war,
wie es so üblich ist, für  “nen Appel und nen Ei” abgegeben.

Die Zeit der “Warmwasserfische” war für mich vorbei!

Wenn überhaupt, wollte ich nur noch ein Becken haben.
Für diesen Wunsch “bot” sich ein Seewasserbecken an.

Die ersten Erfahrungen in der Seewasser - Aquaristik
konnte ich aber bereits 1955 machen.

Es war ein 200 Ltr. Becken, mit Mittelmeer- und  Nordseetieren,
zu der Zeit noch eine “Unbekannte” in der Aquaristik.
unterstützt wurde ich von:
Herrn Sebastian Müllegger sen., Zoologische Station Büsum.



Anfang der 60 Jahre versuchte ich es noch einmal
mit der Haltung von Seetieren.


eigene Aufnahme mit Rollei B 35


Es waren anschliessend “Seepferdchen” die
aber nur kurze Zeit überlebten ( sind verhungert )
ich konnte in den Zooläden niemals dass passende
Futter bekommen ! (z.B. Schwebegarnelen )

Hippocampus  kuda


( eigene Aufnahme mit Rollei B35 )


 Erfolgreicher war dann aber die Haltung eines Rotfeuerfisches.
Pterois radiata
( Die Nahrung bestand tlw. aus kleinen Forellen  )


eigene Aufnahme mit Rollei B35

Die Haltung gelang über 2 Jahre, leider nicht länger,
weil die erforderliche Wasserpflege nicht erfolgte.
( keine Erfahrung ).
Die Wasserpflege wurde über einen mit Luft betriebenen
Aussenfilter durchgeführt. (Eheim Filter kannte ich nicht )
Bei der Beckengrösse aber ein unsinniges Reinigungsvorhaben.

Nach zirka 20 Jahren Seewasser - Aquarianer -  Abstinenz,
der Herbsturlaub im Jahr 1995 änderte diese
Einstellung sehr schnell, sagen wir gewollt schnell ?

Wie in jedem Jahr, seit über 15 Jahren fahren wir nach
Dänemark, an die Ostsee, an den Kattegat,
zum Angeln und Erholen.
Wir erlebten aber an einem Tag einen Sturm,
der das Meer zu meterhohe Wellen Auftrieb
und diese dann auch an den Strand  spülten.

Der Ostsee habe ich dieses Verhalten nicht zugetraut.

Der nächste Tag war dann wieder sonnig und windstill.

Bei einem Strandspaziergang vielen uns die doch sehr
zahlreichen kleine “Kugeln” in den zurückgebliebenen
Wasserflächen auf.
Da uns die Tierwelt am Strand  immer interessierte,
sammelten wir so ca 30 Stück dieser kleine Kugeln auf und
trugen diese in einem mit Wasser gefüllten Beutel mit ins
Ferienhaus. In einen Eimer mit Seewasser gefüllt eingesetzt
zeigten sich diese Kugeln als Anemone.
Es waren kleine Sandanemonen die wir vor dem sicheren Tod
“gerettet” hatten.
Zurücksetzen geht nicht, diese Anemonen wurden also
mit nach Hause genommen.
Ich wusste ja, wie mit Anemonen umzugehen ist.
Ein Glasbecken nahm die Tiere auf.
Allerdings lebten diese nur eine kurze Zeit.
Ich konnte die Wassertemperatur nicht niedrig
genug halten. Es wurde zu warm.
Es dauerte aber doch noch einige Wochen bis
die  letzte Anemone einging.

Meine “Seewasser Aquarieanerzeit” begann wieder Intensiv
im Jahr 2000.

Es wurde ein Panoramabecken 100 x 50 x 50 angeschafft,
dass dort seinen Platz fand, wo vorher die Terrarien standen.

An Technik oder Elektronik wurden
eine Heizmatte ( 100 W ), geregelt über einen Thermostat,
unter das Aquarium, in einer blauen Hartschaumplatte eingebaut,
ein Eiweissabschäumer, ein Oberflächenabsauger und ein
5 Ltr Eheimfilter sorgten für ausreichende Wasserbewegung.
Beleuchtet wurde das Becken von vier 30 Watt Tritonröhren,
die zu unterschiedlichen Tageszeiten über Schaltuhren
geregelt wurden. Eine Seewasserdichte von 1,025 mit
einem Aräometer gemessen, bei +25°C.

Der ständig angebotene Elektronik - Schnickschnack
der die Einrichtung eines Seewasserbeckens so
ungeheuerlich teuer macht, kam für mich nicht infrage.
Wie sie nachfolgend lesen können,
klappt die Seetierhaltung auch mit “einfachen” Mitteln !

An Algen: verschiedene Caulerpa Arten und
kleine Gruppen von Blasenalgen und allerlei Kleingetier
 die sich im laufe einiger Jahre so entwickelt haben.

Die Innendekoration bestand aus “Lebenden Steinen”,
dass ist natürlich Quatsch, gibt es natürlich nicht, wird
aber von "Fachleuten" so bezeichnet und empfohlen.

Um interessierten Käufern diese lebenden Steine anzubieten,
werden diese Steine in mit Wasser gefüllten Becken gehalten !
Der Stein “lebt” zwar nicht aber, dass wass drauf sitzt lebt !
Nur, es sitzt nichts drauf !!
Verkauft werden diese Steine dann nach Gewicht !

Der Tierbesatz änderte sich ständig !
Es waren: verschiedene Krustenanemonen, Seesterne,
Seeigel, kleine Krebse, Röhrenwürmer und noch einiges
mehr. Also alles Tiere aus der unteren Preisklasse.

Die Haltbarkeit der Tiere war immer dass besondere Problem.
Alles wass eingesetzt wurde ging nach  kurzer Zeit wieder ein.
Es waren ja alles Wildfänge und dadurch schwierig 
die Tiere am Leben zu halten.

Es lag aber mit Sicherheit nicht am Wasser und an den Temperaturen.
Ich gehe davon aus, dass ein Teil der Tiere nach Wochen, wenn nicht
nach Monaten, dass erstemal wieder etwas zu essen bekommen haben
und dieses Füttern vielleicht nicht vertragen haben !?

Es ist natürlich auch möglich, dass die Tiere bei mir das Futter
verweigerten und so langsam verhungert sind.

Ich habe die Technik des Beckens nie geändert.
Spätere Haltungserfolge zeigten die erfolgreiche Handhabung.

Ausnahmen gab es natürlich auch. Zum Beispiel
2 Weissband - Putzerganelen 
Lysmata amboinensis


Lysmata amboinensis

die ich als Jungtiere gekauft habe.
Die Tiere entwickelten sich sehr gut und wie ich feststellen
konnte wurde es ein Pärchen. Wenn mindestens
2 Einzeltiere als Jungtiere gekauft werden, entwickeln sich
immer Paare. So auch bei diesen beiden Tieren.
Es wurden Larven oder Laich zwischen den Ruderfüssen
im Bauchbereich eines Tieres gebildet. Die Larven entwickelten
sich sehr gut. Bis mir nach einer gewissen Entwicklungszeit ein
seltsames Verhalten der Garnele bemerkte.

Es war in den Abendstunden, die Garnele hielt sich dicht über
den Boden auf und begann mit gespreizten Beinpaaren, an denen
die Larven hingen, den Körper ruckartig nach beiden Seiten
bewegend, die Larven abzuschütteln. Die Larven strebten
sofort dem Licht zu und bewegten sich dort hüpfend weiter.
Es war ein kleiner Schwarm
 winziger Weissbandgarnelen.

Nach dem Absetzen der Larven häutete sich die Garnele und
wurde anschliessend sofort von der zweiten Garnele,
also dem Männchen, begattet.
Die Entwicklung der nächsten Garnelengeneration begann.

Leider war von den abgesetzten kleinen Garnelen am nächsten
Morgen nichts mehr zu sehen.
Der Versuch die Larven weiter entwickeln zu können
gelang aber nicht.

Das Garnelen-Paar lebte ca 1 1/2 Jahren bei mir.

Ich konnte diesen Vorgang noch einige male beobachten
und habe aber vorsorglich dieses Verhalten und den
Schlupfvorgang mit meiner Vidiokamera aufnehmen können.

Eine weitere besonders interessante Tiergruppe war
die Pflege und der Umgang mit
den Harlekingarnelen
Hymenocera elegans


Hymenocera elegans

Bei einem Besuch in einem “Fachgeschäft”
( AquaPower in Bielefeld, gibt es aber nicht mehr ),
entdeckte ich 2 von diesen vorher nie gesehenen Garnelen
in einem Becken. Beide Tiere bewegten sich schnell
laufend an der Frontscheibe des Beckens.
Meine Frage nach der Tiergruppe wurde fachmännisch
von der Inhaberin beantwortet :
es sind Harlekingarnelen und diese fressen Trockenfutter.
Preis Stück 25.- DM, zusammen also 50.- DM.

Wir fuhren zurück in die Wohnung und überlegten, ob
diese Garnelen nicht für unser Becken geeignet sind.
Sie waren es, auch vom Preis her. Wass mir aber auffiel, war
die Unruhe der Tiere die ja ständig an der Frontscheibe
hin und her liefen. Man sagte mir es seien doch  sehr
temperamentvolle Tiere. Tatsache war aber, die kleinen
Garnelen suchten nach “essbarem” Futter und bestimmt
 nicht nach Trockenfutter .

Ob es Süss - oder Seewassertiere sind, ich habe noch
nie eine Fütterung in einem “Zooladen” gesehen.
Gehen sie mal an einer Reihe von Becken mit Zierfischen
besetzt vorbei, die Fische schwimmen immer “hinterher”
( “hinterher” = in der Hoffnung Futter zu bekommen !!  )

doch zurück zum Thema:
Also zu hause angekommen wurden die Garnelen langsam
an das Beckenwasser gewöhnt und später eingesetzt.
Ich versuchte in der Zeit etwas über die Fütterung der
Garnelen in meiner spärlichen “Literatur” zu finden.
Ich fand etwas:
Als Futter kommen nur  Seesterne infrage !
Also zurück zum Laden, da gab es aber keine  Seesterne!

Nach besuchen von 2 weiteren Läden konnte ich
im 3. Laden einen  Trop. Seestern für 30.- DM kaufen.
Ich musste aber ca 120 KM fahren um diesen Seestern
zu bekommen !
Die erste Hürde war genommen.
Der Seestern wurde zu den Harlekingarnelen gesetzt.

Sofort beschäftigten sich beide Garnelen mit dem Seestern.
Diese schafften es den Stern in ganz kurzer Zeit auf den Rücken
zu drehen und begannen mit der Nahrungsaufnahme.

Für einige Tage hatten die Garnelen Futter.
Ich musste aber noch 4 mal Seesterne kaufen um die
Fütterung zu sichern.
Ein sehr teurer Spass.

Die weiteren Fütterungen waren günstiger, denn ich hatte
das Glück im Urlaub kleine Seesterne ( ca 30 Stück )
in Dänemark sammeln zu können. Die Sterne
wurden lebend nach hause gebracht und sicherten
so die weitere Versorgung der Garnelen.
Die Garnelen lebten ca 1 Jahr in meinem  Becken,
trotz der sehr teuren Futterversorgung war
es für mich doch eine sehr interessante
Bereicherung an Haltungserfahrungen.
Ich habe den Kauf der Garnelen aber nicht bereut !

Auch dieses kurze Leben, mit der Seestern - Fütterung,
konnte ich mit der Video - Kamera  “festhalten”.

Dass die Seewasser - Aquaristik teuer werden kann
habe ich jetzt besonders erfahren.
Ich wurde jetzt aber sehr, sehr vorsichtig.
Da die Fachberatungen wie ich feststellen konnte,
wenn überhaupt, teilweise gleich Null ist.

Erst einmal einiges Grundsätzliches zur Pflege
eines Seewasserbeckens:
Ein sehr grosser Fehler ist die ständige Fummelei im Becken!

Ein Seewasserbecken braucht “Ruhe” !!
wenn das Becken mit Anemonen und Korallen besetzt ist.

Besonders aufgefallen nach Urlaubende, wenn trotz
starker Veralgung aber alles wass lebte, also die Tiere,
sich in bestechender Form zeigten.

Meine Vorstellungen waren bis dahin :
Es durften keine Algen oder auch Fadenalgen sein, der Boden
musste immer weis aussehen. Algen, wie Culerpaarten,
durften sich nur an bestimmten Stellen entwickeln.
Anemonen mussten immer an einer bestimmten
Stelle “stehen” usw.

Das alles ist Quatsch,
ein Becken ist kein Paradeplatz, wo alles geordnet,
vom Pfleger, an seinem Platz stehen muss.

Die Anemonen müssen sich “ihren” Platz selbst suchen können.
Hier entscheiden die Licht- und  Strömungsverhältnisse
des Wassers im Becken über den Standort.

Licht ist sehr wichtig für die Entwicklung der Korallen
und Anemonen.

 Es genügen tatsächlich Neonröhren, bei mir sind es 30 Watt
Tritonröhren (4 Stück ), die für die Ausleuchtung meiner
Beckengrösse vollkommend ausreichend sind.
( vergessen sie HIT - Brenner und HQI - Leuchten!! )
lesen sie hierzu auch die Seite : “Beleuchtung der Aquarien”.

Auch schaden z.B. Algen an den Nahtstellen der Scheiben
überhaupt nicht. Bei mir tummeln sich kleine Flohkrebse darin.
Auch der Boden ist mit einer Algenschicht, in unterschiedlicher
Dichte belegt in denen sich kleine Tiere aufhalten.
Es werden nur die Front - und eine Seitenscheibe gereinigt !
Zu starker Algenbewuchs an den übrigen Scheiben wird mit
dem Kescher abgenommen.
Es sind Rück - und Seitenscheiben die keine negative
Wirkung auf die  “Ausstrahlung” des Beckens haben.

Die Vorfilter des Abschäumers und des Hauptfilters, es
sind Schaumstoff - Filterpatronen, werden einmal
im Vierteljahr ausgewaschen.
Der Hauptfilter ( Eheim ) ist mit Siporax von der Firma Schott
gefüllt und wird nur 1 mal im Jahr gut durchgespült.
Der Oberflächenabsauger wird mit einem kleinen Eheim Filter,
gefüllt mit Filterwatte und ca 5 Esslöffel Aktivkohle, betrieben.
Die Kohle wird einmal im Vierteljahr erneuert.
Das Altwasser wird durch frisches Seewasser, ca 50 Ltr ,
nach ca 4 - 5 Monaten ausgetauscht.
Verdunstetes Beckenwasser wird mit Leitungswasser,
tropfenweise ca 2 mal in der Woche ca 3 Ltr. nachgefüllt.

Als Wasserindikator schwimmen eine kleine, wirklich kleine
Garnelenart im Becken. Nicht sehr zahlreich
aber immer leicht versteckt und sehr schnell.
Wenn diese kleinen Garnelen sich zeigen und flott hin und
her schwimmen und sogar vermehren, ist das Beckenwasser
sehr gut ! Das Becken ist für mich in Topform.

Ich habe in dieser Zeit gelernt, mit wenigen Tieren im Becken
auszukommen und trotzdem Freude zu haben!

Doch nun zum heutigem Besatz :
Das Becken ist so mit Tieren besetzt wie ich es
mir  Vorstelle und auch nicht anders haben will.
Es geht auch nicht anders.

Es dauerte aber noch Monate, bis die Idealbesetzung gefunden wurde.
Da Preis und Grösse der Anemonen und Korallen eine Rolle
spielte wurde jetzt vorsichtig der neue Besatz ausgewählt.
Zurückhaltung beim Kauf war meine Devise.
Es wurden zwei Anemonen 
Radianthus malus ca 10 cm gross,
Preis 80 DM pro Stück, eine Weichkoralle ca  5cm,
Preis 50 DM und ein kleiner Schlangenstern
Ophiocoma erinaceus gekauft.
3 Tropische Sandanemonen wurden bereits vorher eingesetzt.

Anmerkung:
Die wissenschaftlichen Bezeichnungen müssen
aber nicht stimmen, sollte auch nicht so wichtig sein.

Nach Eingewöhnungszeit der Anemonen wurden je
2 Amph. ocellaris
und ich glaube Amph. bicinctus gekauft und ins Becken gesetzt.
Die Fische schwammen gesellig und  friedlich in den Becken des
Zooladens und ich glaubte es würde so  bleiben!

Es war aber nicht so !

Die Amph. bicinctus, es waren sehr kräftige Tiere, übernahmen
sofort die Herrschaft im Becken. Jagten sich ständig gegenseitig
und wühlten in den Anemonen rum.
Auch die
Amph. ocellaris wurden ständig gejagt und gebissen.
Das Ergebnis:
eine der Anemonen ging ein, ebenso ein
ocellaris und auch
der  2
Amph. bicinctus.
Den Übeltäter habe ich sofort entfernt.

Es blieb ein Fisch und eine Anemone über.
Die Weichkoralle überlebte unbeschadet.

Das war vor ca 5 Jahren !

Es sollte endlich “Ruhe” eintreten.

Ich habe in der nachfolgenden Zeit kein Tier mehr dazu gekauft!

Seit der EUR - Zeit Überhaupt nicht, da auch hier der Wechselkurs
vorher DM heute EUR eingehalten wurde!

Das wass jetzt im Becken zu sehen ist, war vor 5 Jahren
( heute im Jahr 2006 ) bereits
als kleine Anemonen und Korallen im Becken einschliesslich
der Glasanemonen, die  man leider als ungewollte Beigabe
beim Kauf von Seetieren dazu bekommt.

Schauen Sie mal !


(eigene Aufnahme mit Kleinbild - Rollei B35, ausgeleuchtet mit 4 x 30 Watt Tritonröhren )

Die Anemone hat heute einen Durchmesser von ca 35 cm
schwach erkennbar “Memo” am rechten Rand der Anemone.

der Korallenstock daneben ca 25 cm Durchmesser!
dieser wird aber von der Anemone bedrängt und schränkt
sich an der Seite zur Anemone hin ein.
Kein idealer Standort aber der Platz fehlt im Becken !

Die Anemone entfaltet sich zu unterschiedlichen  Tageszeiten und
verändert ihre Grösse dann ständig.
Täglich um ca 13 Uhr “strahlt” sie dann in ihrer vollen Grösse.
Die Tentakelspitzen waren bei der  Anschaffung violett.
Gefüttert wird einmal in der Woche mit Miesmuschelfleisch,
wobei der Orangenringelfisch mit hilft und vorbei  treibendes
Muschelfleisch zur Anemone trägt und diese füttert.
Auch sorgt er dafür, dass keine Alge sich zu sehr der Anemone
nähert und diese dann behindert. Es wird dann ständig
versucht diesen Austriebe der Algen zu entfernen.
Anemone und Fisch haben ein “inniges Verhältnis”
In all den Jahren hat sich der Fisch keine 10 cm weit von
der Anemone entfernt.
Auch zeigt der Fisch selten die nickende Bewegung, der ihn den
Namen  “Clownsfisch”eingebracht hat.


Amphiprion ocellaris

Diese nickende Bewegung zeigt der Fisch nur dann, wenn er
Angst  (z.B. sich bedroht fühlt) oder auch Hunger hat.

Gefüttert wird regelmässig mit Grindalwürmchen,
kleingeschnittenen Muschelfleisch, Krill und
auch mit Trockenfutter, um den Fisch für
die Urlaubszeit an das Futter zu gewöhnen, dass über
einen Futterautomat dann gefüttert wird.
Es klappt wirklich gut.

Die daneben stehende Koralle benötigt hauptsächlich Licht !
Um über die Zooxanthellen im Körper der Koralle
diese zu versorgen.
 Auch hier klappt die Erhaltung sehr gut.

Weiter Insassen des Beckens:


( eigene Aufnahme mit Rollei B35, ausgeleuchtet mit 4 x 30 Watt  Tritonröhren )

Eine Gruppe von Sandanemonen, die sich selbständig
 “ihren Platz” im Becken gesucht haben.
Im Hintergrund links daneben eine kleine Wachsrosen ähnliche
Art, die sich durch lebende Junge vermehrt.

Weiter lebt seit Jahren ein Schlangenstern, der ca 20 cm lange
Arme hat, im Becken.

Und, dass ist eigentlich auch unvermeidbar, eine grosse
Zahl von Borstenwürmern, die für liegen gebliebene Futterreste
zuständig sind und mit für Sauberkeit sorgen.
“Mann” gewöhnt sich an den Anblick der Würmer, die ja
hauptsächlich sichtbar werden, wenn  gefüttert wird.
Ich könnte dann die Anzahl reduzieren aber ich tue es nicht.
Warum auch, die Würmer schaden niemanden !

Sehr zahlreich sind auch die Flohkrebse, die sich in allen
Grössen im Becken  “tummeln”.

Gefüttert werden alle Tiere wie vorher beschrieben.

Es ist eben ein alteingerichtetes Becken
und so wird es auch  bleiben.

Wie Sie lesen konnten, kann man in 80 Lebensjahren
viele  Dinge tuen,
nicht immer sinnvoll,
aber zur eigenen Zufriedenheit .

 “Glück auf” 
                                                                             Heinz - Günter  Stute