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E. und H.- G. Stute, Theodor - Storm - Str. 14, 33719 Bielefeld - Heepen

Folsomia candida 

Zuchtempfehlung für die Zucht von Springschwänzen in kleineren Behältern,
besonders für den Besatz der Futterstellen, beschrieben unter “kleine Tipps”.
Kunststoffbehälter in der Grösse ab 1 Ltr. ( z.B. Eisschalen, siehe Abbildung. ) werden mit Torfgranulat, gewaschen und gesiebt, 3/4 aufgefüllt. Die Granulatfeuchte ist schwarz, also feucht. Die Anzahl der Behälter hängt vom Bedarf ab und sollte jeder für sich entscheiden .
 ( eigene Aufnahme mit Rollei B35 )
Vorschlag: Behältergrösse mit Einrichtung
Die Vorbehandlung des Torfgranulates wird ausführlich in der Zuchtempfehlung Springschwanz (1) beschrieben.
Nach dem Auffüllen wird eine Futterstelle in der Behältermitte, eingerichtet, mit einer Esslöffel - Menge Flockenfutter wird in Glasscheibengrösse, etwas im Granulat versenkt, das Futter eingefüllt und mit einer kleinen Glasscheibe abgedeckt. Vorher werden natürlich die Zuchtspringschwänze eingefüllt.
Eventuelle weitere Behälter werden genau so eingerichtet, Voraussetzung man hat Springschwänze, möglichst Parasitenfrei , als Besatz. Für den Erstbesatz des beschriebenen Zuchtbehälter ist eine Menge von einem 1/4 Kaffeeportionslöffel Springschwänzen ( candida ) zu empfehlen.
Der Zuchtbehälter muss mit einem Damenstrumpf Strumpfhose oberer Teil, die Farbe sollte schwarz sein, unbedingt abgedeckt werden.
Schwarz bewirkt bereits das “Dunkelstellen” der Behälter !
Licht spielt also keine Rolle, die Tier leben im Granulat , nicht an der Oberfläche und ziehen sich zum Futter hin.
Der Behälter wird bei ca + 19°C bis + 23°C abgestellt.
Der Zuchtbehälter ist jetzt komplett ausgestattet, die Entwicklungszeit von 2 Wochen, ( bis 5 Wochen), überstehen die Tiere schadlos 2 Wochen sollten aber eingehalten werden. Es muss natürlich auch auf die Feuchte des Granulates geachtet werden. Dieses muss immer schwarz aussehen.
Das Futter reicht aber nicht für diese Zeit, es kommt aber immer auf den Besatz mit Tieren an. Es ist besser, bei beginnenden Zuchten etwas weniger Futter einzufüllen, um Erfahrungen zu sammeln.
Springschwänze sollte aber immer erst "geerntet" werden, wenn das Futter verbraucht ist.
Unnötiges herumrühren innerhalb der Zuchtzeit schadet der Zucht und verdichtet zusätzlich den Granulatinhalt. Auch die Feuchtigkeit muss kontrolliert werden, da die Umgebungstemperaturen ( die Raumtemperatur ) eine Rolle spielt.
Nach Ablauf der "Standzeit" oder Entwicklungszeit der Zuchtbehälter beginnt die "Ernte" der Springschwänze : Mit Wasser (handwarm) wird der Zuchtbehälter bis fast an die Oberkante des Behälter aufgefüllt.
Dieses Verfahren sollte aber nur dann eingeleitet werden, wenn das Futter verbraucht ist.
Anschliessend wird mit einer Gabel das Substrat vom Boden "her nach oben hin "aufgerührt" also mit vorsichtigen kreisenden Bewegungen. Dadurch werden die Springschwänze aus dem Substrat an die Oberfläche freigespült. Darauf achten, dass auch die Behälterecken mit angehoben werden. Die Springschwänze bedecken die gesamte Wasseroberfläche . Der Zuchterfolg wird jetzt erkennbar.
Das Abschöpfen der Springschwänze sollte nach meinem Vorschlag erfolgen:
Dazu benötigt man einen Kaffeeportionslöffel, ein Artemiasieb feinster Maschenweite ( siehe Abb.), einen Wäschesprenger und ein Auffangglas.
 ( eigene Aufnahme mit Rollei B35 )
Die Handhabung: auf der Oberfläche schwimmen Springschwänze von wirklich staubfein bis max. ca 2 mm Grösse .
Nach dem Auffüllen des Artemiasieb mit Springschwänzen mit dem Kaffeeportionslöffel wird mit einem Wäschesprenger ( handwarmes Wasser ) vorsichtig der Siebinhalt über den Zuchtbehälter gespült, mit dem Ergebnis, das Staubfutter in den Zuchtbehälter Zurückspülen.
Aber vorsichtig mit der Wassermenge. Der kleine Zuchtbehälter darf nicht überlaufen.
Der Restinhalt des Siebes wird in das Auffangglas gespült, mit dem Wasser aus dem Wäschesprenger. Das Auffangglas wird vorher halb voll Wasser gefüllt. Auch hier schwimmen die Springschwänze auf der Wasseroberfläche. Eventuell mit eingefüllte Milben trennen sich von den Springschwänzen und sinken, da dieser schwerer sind, auf den Boden des Auffangglases. Ab und zu die Oberfläche etwas umrühren, dieses erhöht die Trennung.
Eine Gesamttrennung der Kleinstgrössen von den grösseren Springschwänzen ist allerdings nicht ganz möglich. Dieser Siebvorgang wiederholt sich, bis die Restmenge Springschwänze im Behälter die Weiterzucht garantiert ( ca. halbe - halbe ). Zum Verfüttern stehen jetzt eine Menge Springschwänze, die sich ja im Auffangglas befinden, zur Verfügung. Aus diesem Auffangglas werden dann die Futterbehälter im Terrarium aufgefüllt. Dieses wird mit dem Kaffeeportionslöffel gemacht. Eine geringe Menge Wasser wird dann auch mit den Springschwänzen eingefüllt, es dient auch gleichzeitig für eine Ergänzung des Wasserbedarfes der Futterschale im Terrarium.
Die Versorgung der Frösche ist für einen bestimmten Zeitraum gesichert.
Sie können aber auch den Sieb - und Spülvorgang unterlassen und die Springschwänze direkt in den Futterbehälter im Terrarium füllen. Es muss dann aber die Futterschale mit Futter, für die eingefüllten Springschwänze die ja in allen Grössen vorhanden sind, versehen werden. Es sollte aber die Zufütterung der Pfleglinge mit flugunfähigen Fruchtfliegen ( Drosophila ) und besonders von Mikro - Kurzflügelgrillen, siehe hierzu die Futterempfehlung unter “kleine Tipps”, nicht vernachlässigt werden !
Das Absaugen des Wassers geschieht wie es in der Vorbereitungsempfehlung (siehe vorher ) beschrieben wurde. Allerdings hier mit einem Durchlüftungsschlauch, der am Sauganfang ein kleines Sieb haben sollte, damit Granulatreste nicht gleich den Saugvorgang verhindern.
Auch die Neufütterung ist die gleiche wie es beim Neuansatz erklärt wurde.
Allerdings muss ich noch auf einige wichtige Eigenschaften im Zuchtverlauf aufmerksam machen:
Der Zuchtbehälter sollte nicht länger als 4 Monate in Betrieb sein . Torfgranulat ist ja ein Naturprodukt und von der Struktur nicht besonders fest. Es kommt in dieser Zeit zu geringen Ablösungen der Oberflächen dieser Torfkugeln. Diese Ablösungen kann man als Schlamm bezeichnen mit der unangenehmen Eigenschaft der sehr starken Verdichtung des Granulatinhalt, der erstens die Beweglichkeit der Springschwänze verhindert und zweitens das Absaugen des Spülwassers zu einer Tortur werden lässt . Das Sieb sitzt zu , es saugt sich fest im Schlamm. Hinzu kommen ja noch die Ausscheidungen der Springschwänze, die eine zusätzliche erhebliche Verunreinigung bewirkt .
Um die Geduld in diesem Fall nicht zu strapazieren : hier hilft dann nur ein Neuansatz des Zuchtbehälter. Also nach dem Wässern, die gesamte Oberfläche von Springschwänzen abschöpfen, die Zucht in einem neuen Behälter beginnen. Wenn dass verschlammte Granulat abgesiebt und kräftig durchgespült wird, vergleichen sie hier die Anwendungen wie diese bei der Ersteinrichtung beschrieben wurden, steht der Wiederverwendung nichts im Wege.
PS: Sie können davon ausgehen, dass es eine bessere Zuchtmethode für die Vermehrung der Springschwänze nicht gibt !
Auch eine Verdichtung der Zuchtsubstrat wie Torf oder Erd-Torfgemische oder auch reine Blumenerde (wird ja immer empfohlen ! ) tritt nach vorher beschriebenen Zuchtzeiten immer ein.
Nur, lassen sich diese nicht reinigen und müssen “entsorgt werden”. Torfgranulat wird dagegen gewaschen und ist wieder einsatzbereit !
Ich konnte aber in meiner “aktiven Zuchtzeit” feststellen, dass es auch zu einer “Sätigung der Granulatkugeln durch Schmutz” in den Zuchtbehältern kommen kann, der die Zuchtergebnisse benachteiligt ? Die Reinigung der Granulatkugeln kann nach Monaten vermutlich nicht mehr so erfolgreich durchgeführt werden. ( Trotz Warm-und Kaltwasserspülungen ) Erkennbar: die Zuchtergebnisse werden immer geringer !
Ich habe dann die Granulatfüllung erneuert! Die Zucht also neu begonnen.
Bedauerlicher Weise konnte ich in keinem Fremdbericht darüber etwas lesen! “Mann” kann ja auch nicht alles Wissen und negative Dinge beschreibt “Mann” ja auch nicht !
“Glück Auf” Heinz Günter Stute

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