Wachsmotten

E. und H.- G. Stute, Theodor - Storm - Str. 14,
33719 Bielefeld - Heepen


                     

Grosse Wachsmotte galleria mellonella ,

Kleine Wachsmotte achroea grisella

Die Falter der grossen Wachsmotte erreichen aus Zuchten
eine Spannweite von ca 20mm.
Wildfänge haben Spannweiten von über 30mm.

Die Farben der Flügel sind graugesprenkelt. In Ruhestellung
bedecken die Flügel den gesamten Körper. Die Maden sind
hell und erreichen eine Länge von ca 25  mm.

Die kleinen Wachsmotte erreicht durch "künstliche Umgebungs -
bedingungen" eine Grösse von ca 15 mm, hat gelbliche Flügel
mit rötlichbraunem Nackenschild.
Die Maden werden ca 15mm gross und sind grau.
Beide Mottenarten können gemeinsam gezüchtet werden.
Bei Neuansätzen sollten beschriebenen Maden allerdings
getrennt werden, da die  kleine Wachsmotte trotz
geringer Eiablage ( ca 300 ), die grösseren Motten
verdrängen würde. Der Zuchtablauf der zwei genannten
Arten ist gleich, allerdings unterscheiden sich die Falter auch
durch die Produktivität in der Eiablage
( die gr. Motte legt ca 1000 Eier ).

Als Zuchtbehälter eignen sich Plastik- oder Glasbehälter mit
sicherer Abdeckung ( z.B. Fliegendraht oder dichter Stoff).
Als Zuchtsubstrat sind Altwaben oder Kunstfuttermischungen
( s. Anl. Dörrobstmotten ) geeignet.
Bei den Altwaben ist darauf zu achten, dass diese nicht
von Imkern vorher geschwefelt wurden. Wichtige
Nahrungsgrundlagen für die Madenentwicklung, wie
Pollenreste und Chitinrückstände, bleiben in ungeschwefelten
Altwaben erhalten.
 Die Zuchttemperatur muss mindestens +30°C betragen.
Bei einer guten Madenentwicklung steigt die
Eigenwärme um ca +5°C  an.

Vorsicht also bei der Zucht im Zuchtschrank !

Hier muss nach dem Schlupf der Maden die Temperatur
zurückgestellt werden, sonst trocknen die Madenkonkons
später aus, es kommt dann zu keiner Vermehrung.
Die Waben werden in Scheiben geschnitten und bis zur
Hälfte des Zuchtbehälters eingelegt.
Zwischenräume können mit Styroporstreifen oder
Wellpapierstücken geschaffen werden.,
dadurch haben die Falter und Maden Bewegungsfreiheit.
Die obere Behälterhälfte benötigen die Falter als
"Flug- und Begattungsraum".
Der Zuchtbehälter muss dunkel stehen, da die Falter und
Maden nur dann aktiv sind.
Die Entwicklung von Ei zu Ei dauert ca 8 Wochen.

Um Maden zum Verfüttern zu bekommen, werden auf das
Zuchtsubstrat Wellpaprollen aufgelegt, die mit einem
Gummiring  zusammengehalten werden.
Aus diesen Rollen lassen sich Maden zum Verfüttern
und für einen Neuansatz herausschütteln.

 Ich  wünsche  guten  Erfolg .
                                                                  
                                                                                        
“Glück Auf”   E. Stute