Wachsmotten - Zucht


   Auszug aus meiner Broschüre ( Copy 1983 )

 Autorin : E. Stute 

  
  Wachsmotten - Zuchtempfehlung

             grosse Wachsmotte   Galleria mellonella ,
         kleine Wachsmotte  Achroea grisella

Die Falter der grossen Wachsmotte erreichen aus Zuchten eine Spannweite von ca 20mm.
 Wildfänge haben Spannweiten von über 30mm.
 Die Farben der Flügel sind graugesprenkelt. In Ruhestellung bedecken die Flügel
 den gesamten Körper. Die Maden sind hell  und erreichen eine Länge von ca 25 mm.
Die kleinen Wachsmotte erreicht durch "künstliche Umgebungsbedingungen" 
eine Grösse von ca 15 mm, hat  gelbliche Flügel mit rötlichbraunem Nackenschild.
Die Maden werden ca 15mm gross und sind grau.
  Beide Mottenarten können gemeinsam gezüchtet werden.
     Bei Neuansätzen sollten beschriebenen Maden allerdings getrennt werden, da die kleine Wachsmotte trotz geringer Eiablage ( ca 300 ), die grösseren Motten verdrängen würde.

 Der Zuchtablauf der zwei genannten Arten ist gleich, allerdings unterscheiden sich die Falter auch durch die Produktivität in der Eiablage ( die gr. Motte legt ca 1000 Eier ).

 Als Zuchtbehälter eignen sich Plastik- oder Glasbehälter mit sicherer Abdeckung
 ( z. B. Fliegendraht oder dichter Stoff).
 Als Zuchtsubstrat sind Altwaben oder Kunstfuttermischungen ( s. Anl. Dörrobstmotten ) geeignet.
Bei den Altwaben ist darauf zu achten, dass diese nicht von Imkern vorher geschwefelt wurden. Wichtige Nahrungsgrundlagen für die Madenentwicklung, wie Pollenreste und
Chitinrückstände, bleiben in ungeschwefelten Altwaben erhalten.
     Die Zuchttemperatur muss mindestens + 30° C betragen.
     Bei einer guten Madenentwicklung steigt die Eigenwärme um  ca +5° C an.

Vorsicht also bei der Zucht im Zuchtschrank !

   Hier muss nach dem Schlupf der Maden die Temperatur zurückgestellt werden,
 sonst trocknen die Madenkonkons später aus, es kommt dann zu keiner Vermehrung.
 Die Waben werden in Scheiben geschnitten und bis zur Hälfte des Zuchtbehälters eingelegt.
Zwischenräume können mit Styroporstreifen oder Wellpapierstücken geschaffen werden.,
dadurch haben die Falter und Maden Bewegungsfreiheit.
Die obere Behälterhälfte benötigen die Falter als "Flug- und Begattungsraum".

 Der Zuchtbehälter muss dunkel stehen, da die Falter und Maden nur dann aktiv sind.
       Die Entwicklung von Ei zu Ei dauert ca 8 Wochen.

Um Maden zum Verfüttern zu bekommen, werden auf das Zuchtsubstrat Wellpaprollen
 aufgelegt, die mit einem Gummiring zusammengehalten werden.
 Aus diesen Rollen lassen sich Maden zum Verfüttern und für einen
 Neuansatz   herausschütteln.
                                                             Ich  wünsche  guten   Erfolg .


[Willkommen] [Vorbericht, sollte gelesen werden !] [Futtertierzuchtansätze] [Zuchtanleitungen  zu den Zuchtansätzen] [Schädlinge der Zuchten] [Verschiedene   Zuchtanleitungen] [Zucht von Grillen und Heimchen] [Enchyträen - Zucht] [Mehlmotten - Zucht] [Dörrobstmotten - Zucht] [Wachsmotten - Zucht] [Getreideschimmelkäfer - Zucht] [Stubenfliegen - Zucht] [Fachaufsätze die ich mal schrieb !] [Kleine  Tipps] [Versandbedingungen] [zum Abschluss, sollte man auch lesen] [eine Urlaubsempfehlung]

//-->