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Zuchtempfehlung für Moina 
Japanische Wasserflöhe Moina macrocopa

Es sind ca 1,5 mm grosse Wasserflöhe !! ( adult )
Zuchtbehälter: Kunststoffbehälter, Lebensmittelecht.
Züchten Sie unbedingt nach meiner Vorgabe und in mehreren Zuchtbehälter !
Ideal sind z. B. Behälter der Grössen 35 x 25 x 15 cm ( LBH) der Firma "Gies" Frischhaltebox 9 ltr Inhalt, lebensmittelecht und cadmiumfrei ! ( werden in Grossmärkten angeboten! )
Es sollten immer Behälter mit grosser Oberfläche genommen werden, da die Moina sich hier besser zu einem Schwarm sammeln können. Mit Vorliebe unter der Lichtquelle! ( Wichtig für die Vermehrung ! )
Ob Behälter in den Grössen ab ca 50 ltr ideal sind, muss ausprobiert werden. ( ich glaube die Zucht gelingt in diesen Behältern nicht ! ) ,Die Wasserpflege wird hier ein Problem sein, da es wichtig ist, abgestorbene Moina abzusaugen und die Behälterwände von den "Belegen" zu reinigen ? Wenn diese Voraussetzungen nicht gegeben sind, wird der Zuchtbehälter nach kurzer Zeit zu einem "Jauchefass" ! ich übertreibe absichtlich, um die Wichtigkeit der Reinigung hervorzuheben !
Licht ! : ist sehr wichtig , ohne Licht kommt es nicht zur Vermehrung.
Tageslicht( dann aber von “oben” ) genügt eventuell, aber keine Sonneneinstrahlung .
Die Flöhchen mögen diese direkte Sonneneinstrahlung nicht, das Licht ist zu hell !!
Das Sonnenlicht vertreibt die Tierchen von der Wasseroberfläche !
Hat also nichts mit der Wassererwärmung zu tun !
Wenn mehrere Zuchtbehälter nebeneinander stehen, ist eine Leuchtstofflampe, ca 18 Watt zu empfehlen und ausreichend. (ideal bei drei "Gies" Behälter die nebeneinander stehen.) Einzelbehälter sollten mit einer 8 Watt Röhre beleuchtet werden. Die Röhren können dicht über den Behältern eingebaut werden !
Wasser : Leitungswasser, nehmen Sie ruhig Frischwasser. PH - Wert und Härtegrade spielen keine Rolle .
Frischwasser Zugaben, um Verdunstungen auszugleichen, schaden auch nicht. Sie werden nach dem Einsetzen der Flöhe, keinen Unterschied im Verhalten der Moina , zwischen Alt- oder Frischwasser feststellen ! Die Flöhchen begeben sich immer , ob Frisch - oder Altwasser, sofort auf den Behälterboden.
Zucht - Temperatur : + 20 ° C bis + 25 ° C
Futter : Trockenhefe, z. B. "bella - back"- oder "Dr Oetker" Hefe ,
besser natürlich : "Preis - Microplan" !
Besonders für die Entwicklung ( von der Grösse her ) und auch Vermehrung der Moina hat sich bei mir das Preis Produkt " Microplan" bewährt ( es entsteht auch weniger Schmutz in den Behältern ! )
Besonders wichtig zu wissen ist, eine Zucht die mit “Microplan” gefüttert wird, entwickelt nur geringe Gerüche aber ausgezeichnete Wasserflöhe !
Lagern sie aber bitte die Microplan - Packungen immer im Kühlschrank ! Zubereitung der Zuchtflüssigkeit , wenn mit einem Hefeaufguss gefüttert werden soll:
Ideal ist eine kleine Flasche z. B. 100 ml , in diese wird Wasser und das Hefegranulat, entsprechen der Anzahl der Zuchtbehälter, eingefüllt, die Flasche wird verschlossen und nach Barmixer - Art geschüttelt . ( Methode auch für Linkshänder geeignet ! )
Wenn sie mehrere Zuchtbehälter betreiben sollten sie auch für die Auflösung der Hefe - Wassermischung eine grössere Flasche verwenden ! Nach der Auflösung der Hefe werden die " Microplan - Tropfen zugegeben, noch einmal kräftig geschüttelt und anschliessend, vorsichtig mit der Menge, in die Zuchtbehälter eingefüllt.
Luft: Eine Durchlüftung sollte n i c h t eingesetzt werden!
Als Beispiel : Vergleiche in der Natur. Die Lebensgewohnheiten des Japanischen Wasserfloh ( Moina macrocopa ) sind mit dem hier heimischen Wasserfloh ( Daphnia pulex ) doch sehr ähnlich oder sogar gleich ! Sie werden hier, wenn überhaupt noch, keine Wasserfloh - Ansammlungen in fliessenden Gewässern vorfinden. Wasserflöhe gibt es oder gab es nur in stehenden Gewässern, Tümpeln , Weihern oder ähnlichen Wasseransammlungen. Erkennbar durch die "Schwarmbildung" der Wasserflöhe in diesen Gewässern hatte das Käschern immer Erfolg beim Fang der Flöhe.
Übertragen Sie diese in der Natur erkannten Erfahrungen in ihre kleine " Moinazuchtanlage", dann bleibt der Erfolg der Haltung und Vermehrung nicht aus ! Die Flöhchen vermehren sich parthenogenetisch, weil es hauptsächlich Weibchen sind, die sich in den Sommermonaten entwickeln. Es werden daher auch keine Dauereier produziert.
Bei veränderten Wassertemperaturen, also kälter werdendes Wasser, entwickeln sich dann auch Männchen. Für die Überwinterung werden dann Dauereier entwickelt.
Da es in der eigenen Zuchtanlage nie " Winter " wird, gibt es auch keine "Dauereier".
Filter-Systeme sollten aber auch n i c h t zur Anwendung kommen.
Die Zucht:
Beginnen Sie die Zucht in mindestens 2 Behältern wie oben angegeben. Eimer würde ich nicht empfehlen, sie haben dann durch die Eimerhöhe eine "Wassersäule" und keine "Wasserfläche" . In diesem Fall haben sie ca 5 Tage Zeit um einen Wasseraustausch vorzunehme, sonst "verjaucht" der Inhalt sofort, wenn mit Hefe gefüttert wird !
Teilansicht meiner Moina - Zuchtanlage !

Die Belüftungsanschlüsse dienen nur zur Vorbereitung des Zuchtwassers. 2 bis 3 Tage vor dem Neubesatz wird das Zuchtwasser belüftet. um das “Clorgas ” aus dem Wasser zu spülen !
Die Moina müssen in einen mit Futter vorbereiteten Weiterzuchtbehälter eingesetzt werden ! Das Wasser im Zuchtbehälter muss , durch einrühren der Hefeflüssigkeit, trübe sein ! Die Vermehrung der Moina erfolgt nur bei Lichteinfall !
Die Vermehrung beginnt dann aber sofort , Voraussetzung : der Ansatz besteht aus adulten Tieren!! ( ist aber nicht immer lieferbar !)
Haben Sie dann aber bitte etwas Geduld, einige Tage dauert es schon !!
Wenn die Tiere sich dicht unter der Oberfläche aufhalten, ist es ein gutes Zeichen , denn : mit einsetzender "Schwarmbildung" der Tierchen, beginnt die Vermehrung. Diese Schwarmbildung hat also nichts mit eventuellem Sauerstoffmangel zu tun!
Wichtig auch : wenn die Flöhe sich im gesamten Behälter verteilen, oder die Oberfläche verlassen haben, sollte unbedingt gefüttert werden ! Es ist immer die Schwarmbildung der Flöhe, die für die Zucht erforderlich ist !
Die auf der Oberfläche schwimmende Kahmhaut , diese entwickelt sich immer kurz
nach der Fütterung, muss immer mit einem zugeschnittenem Stück Zeitung,
dieses wird auf die Wasseroberfläche gelegt, abgezogen werden .
Durch “umrühren” mit einem Kochlöffel verschwindet die Haut nicht !
Achten Sie bitte immer darauf und säubern die Wasser - Oberfläche regelmässig !
Die Menge der Flüssighefebeigabe sollte nach ca 2 bis 3 Tagen aufgebraucht und das Wasser "klar" filtriert sein.
Also vorsichtige Futtergaben und den oder die Zuchtbehälter kontrollieren, um die Zucht kennen zu lernen .
Wenn sich die Moina gut vermehrt haben, kann mit der " Ernte" zum Verfüttern begonnen werden !
Nach ca 1 bis 2 Wochen beginnt der Ansatz, wenn keine Wasserpflege betrieben wird, auf Grund der Hefebeigaben und der Häutungsrückstände der Moina unangenehm zu "riechen". Es haben sich in dieser Zeit auch enorme Schlammbeläge ( hauptsächlich Heferückstände ) an den Innenwänden und auf dem Boden gebildet.
Das Wasser kann nicht mehr " klarfiltriert" werden.
Es ist dann ein Neuansatz mit frischem Wasser einzurichten ! ( bitte unbedingt !! )
Wasser vorsichtig über ein Sieb ( Artemia - Sieb engster Maschenweite oder auch besser einen Damenstrumpf ) abgiessen. Anschliessend die Moina in den frisch gefüllten Zuchtbehälter zurückspülen !
Das war es eigentlich schon.
Eventuell einsetzende Veralgung oder Belegung von Heferückständen an den Behälterinnenwänden, sollten nicht entfernt werden
solange das Wasser von den Flöhen klarfiltriert wird.
Setzen Sie aber, wenn es anfängt zu "stinken" die Zucht neu an .
Wie Sie hier erkennen können, ist es nicht empfehlenswert die Zuchten im Wohnzimmer zu betreiben !
Betr.: Wasserpflege.
Die Geruchtsentwicklung kann aber stark minimiert werden, wenn mindestens einmal in der Woche mit einer Flaschenbürste die Innenwände gereinigt werden, danach der Wasserinhalt mit kreisender Bewegung angerührt wird, um die Schmutzansammlung möglichst in die Mitte der Behälter zu treiben. Nach dem Stillstand des Wassers wird dann der Schmutz abgesaugt. Mit temperierten Frischwasser wird der Zuchtbehälter wieder aufgefüllt !
Wie sie mit Sicherheit wissen oder gelesen haben, kommt es bei der Zucht der Moina durch plötzliches "Umkippen" der Zucht oder Zuchten zum Stillstand. Der Grund scheint unbekannt zu sein, darum die immer wiederkehrende, abgeschriebenen “Experten” - Empfehlungen hierzu : Vorsichtshalber mehrere Zuchtbehälter zu betreiben.
Der wahre Grund ist aber : die Flöhchen sterben an "Überalterung" oder auch an starker Wasserverschmutzung ! hierzu noch eine Anmerkung unter “ kleine Tipps”.
Es ist für den Moina -Züchter eine Freude die grosse Ansammlung der adulten Flöhchen über mehrere Tage bewundern zu können.
Nach einigen Tagen ist dann aber plötzlich nichts mehr da !! "Experten" nennen das dann : " plötzliches Umkippen"
Kleine Anmerkung hierzu : ich füttere die Moina nur mit Microplan - Flüssigkeit ! (Erkennbar durch eine schöne rote Färbung der Tierchen!) und kann seit dieser Zeit ein frühes Absterben der Flöhchen nicht bestätigen !! Die “ Kurzlebigkeit” der Tiere hängt vermutlich mit der primitiven Hefefütterung zusammen !
Sie werden es selten erleben, dass ein Behälter mit semiadulten Tieren "umkippt ". ( “umkippt”, wass für ein blödes Wort für das natürliche Absterben der Wasserflöhe !)
Immer wenn sich ein grösserer Schwarm Flöhe entwickelt hat und eine entsprechende Grösse erreicht haben, sollten Sie diese Tiere unbedingt verfüttern. Neuansätze sollten immer mit der Flöhchenbrut beginnen ! ( wenn die Möglichkeit des Trennen der Flöhe gegeben ist. ) Es gelingt natürlich auch die Weiterzucht mit einem " Flöhchen - Gemisch " aller Grössen ! Die Fische werden , wie hier zu sehen, vor Freude aus dem Wasser springen , wenn "Moina" zu den Mahlzeiten " gereicht werden "
Auch für Korallenfische ein ideales Futter ! Vor dem verfüttern der Moina sollte dann aber die Wasserumwälzpumpen abgestellt werden ! Die Flöhchen Überleben ca 2 bis 3 Minuten im Seewasser ! ( also eine Ergänzung des Futterangebotes ! )
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Wasserflöhe gehören ja an die 1. Stelle der Zierfischernährung !
Aber wo bekommt man diese kleinen Krebse denn noch ??
Eigentlich kein Problem, " ODER " !!
Probieren Sie es einmal ! es sind ganz süsse Krebschen ! Heinz -Günter Stute

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