Zuchtanl.

   

             Zuchtempfehlung für Fruchtfliegen  (flugunfähige Zuchtformen)
Drosophila melanogaster  und Drosophila hydei )

   Als  Zuchtbehälter können jede Art  von Gläsern genommen werden,
die mindestens 1/2 Lt Inhalt haben.
   Abgedeckt wird das Zuchtglas mit einem Stück vom  Perlonstrumpf,
eventuell 
im Sommer in doppelter Lage.
             Es erleichtert auch die spätere Abnahme der Futterportionen. Küchentücher sind nicht ideal, da die Festigkeit und die Luftdurchlässigkeit Schwachstellen sind.
Es ist empfehlenwert in der "Zuchtzeit" die Gläser in kurzen Abständen auf Substratfeuchtigkeit und Frischluftzufuhr zu kontrollieren !
               ( halten Sie z.B. das Glas für einen Moment vor einen Ventilator
für den Luftaustausch).
 Als Zuchtsubstrat genügt eine Mischung aus Haferflocken , Wein und Wasser.


  eingerichtetes Zuchtglas !
     Die Substrathöhe im Zuchtglas muss mindestens 2 cm betragen !
     ( Verhindert auch das zu schnelle Austrocknen .)
   Zusätzlich kommt ja noch , wie auf dem Bild erkennbar, der Feuchtigkeits entzug durch die Eierwaben. Es eignet sich auch Holzwolle, diese verliert
aber an Festigkeit durch die Feuchte des Substrates und fällt dann in sich zusammen . Die Beigabe von Obst schadet natürlich nicht ! z.B. eine
zerkleinerte Banane !  Allerdings muss dann später die starke Geruchsentwicklung ertragen werden !!
               Die  Haferflocken ( 1 Pfund ist ausreichend für  4 x Einlitergläser ! )        werden mit einer Mischung aus Wein ( 0.2 Ltr. ) und  sonst nur Wasser
 ( 0,6 Ltr. ), zu einem  nicht zu zähem  Brei verrührt !
 Der Brei sollte noch vom  Rührlöffel  tropfen !
       Nehmen Sie einfachen Landweißwein ( z.B. im Tetra-Pack ).
                 Um aus dem trockenem Wein eine Spätlese zu machen,
fügen Sie etwas Zucker und eventuell " Multi - Sanostol " ,
als Vitaminbeigabe , von jedem 1 Esslöffel ,  hinzu .
Als  Schimmelverhütung wird dem  Substrat  eine  Messerspitze
" Nipagin" , der Apotheker nennt  es : " Methyl - 4 - Hydroxbenzoat "
in die Flüssigkeit, also dem Wein- Wassergemisch, vor der Verbindung
mit den Haferflocken, eingerührt .
 Es  schadet den  Fliegen wirklich nicht !!
Schimmelbildungen in den Zuchtgläsern sollten aber immer
vermieden  werden!
 Das bedeutet : mit Substrat eingefüllte Zuchtgläser müssen  sofort auch
mit Zuchtfliegen besetzt werden !!
 Wenn die Verwendung des Substrates nicht sofort erfolgen soll oder kann,
 ist es auf jeden Fall empfehlenwert, den angerührten Brei in Plastikbeutel eingefüllt, mehrere Tage einzufrieren !!
     Das garantiert die Milbenfreiheit des Zuchtsubstrates !
 ( siehe auch unten ! )
 Wenn Sie aber das Zuchtsubstrat sofort verwenden wollen, dann
verfahren  Sie so, wie es nachfolgend beschrieben wird:
     Garantiert dann aber nicht die Milbenfreiheit des Substrates!
 Das Zuchtsubstrat  ca  1 Stunde   "stehen "   lassen  und anschliessend
 den Brei  gut durchrühren, ( Luft "unterheben"), und eventuell
Flüssigkeit zu geben.
         Der Rührvorgang  bewirkt auch den  "Gasaustausch"  des Substrates.
   Nach dem Einfüllen des Zuchtsubstrates und eines Ansatzes Fliegen
in das Zuchtglas, beginnt die Zucht.
 Durch die steigende Zuchttemperatur, bei  beginnender
Madenentwicklung, trocknet der Brei doch sehr schnell  aus !
   Die Substratoberfläche darf aber auf keinen Fall trocken  werden !
  Eventuell  mit einer  Gabel   die  Oberfläche    in  kleinen Abständen
vorsichtig durchstechen oder "aufreissen" und  etwas
Wasser   hinzu geben .
   Der Freiraum im Zuchtbehälter sollte mit  Stücken von
Eierwaben  (siehe Zuchtansatz ) aufgefüllt werden, um
den Innenraum  zu  vergrössern .
 Es wird mehr "Lauffläche" für die Fliegen geschaffen , sehr wichtig
für die erforderlichen Kopulationen der Fliegen!

Zuchttemperatur :  ca   + 21 ° C  bei  melanogaster   und
  bis  + 25 ° C   bei hydei . Züchten sie niemals über 25° C ,es
kommt dann nicht mehr zu einer Vermehrung !
  
 Die Entwicklung  dauert, abhängig  von  der   Zuchttemperatur,
   ca  3 Wochen bei melanogaster und ca 4  Wochen bei hydei .

    
Was eigentlich so gut wie nie vermerkt wird , es hat sich in den
 " hunderten von Zuchtempfehlungen" scheinbar noch nicht
rumgesprochen :
Die Fruchtfliegen  sind  absolut Krankheitsfrei !

   Aus diesem Grund ist es doch ein sehr wertvolles  Futter !

       Frischgeschlüpft haben alle Insekten die höchste Lebensqualität !

           Ca 30 - 50  Fliegen genügen als Ansatz pro  Glas  ( 1 Ltr.) !
             Es muss  immer davon ausgegangen werden, dass die Anzahl der weiblichen Fliegen nicht bekannt ist  und es daher zu unterschiedlichen  Mengen von Maden kommen kann, die bei  Überbesetzung mit Maden,
 nach der Verpuppung mit anschliessendem Schlupf  der Fliegen, 
sich zu sogenannten  " Hungerformen" entwickeln können !
  Diese Fliegen sind als Futtertiere wertlos.  Es kommt bei den Futtertier- zuchten nicht auf Quantität  sonder auf  Qualität  der Futtertiere an !!

     Dunkel sollten die Fliegen nicht stehen !

Achten Sie  aber auf  die  Feuchtigkeit  im  Zuchtglas und auf  die richtige Temperatur , dann wird die Zucht gelingen.
Bei  "Alt  werdenden Zuchtgläsern"  beginnt auch die  Milbenentwicklung !
 Die Milben kommen nicht von "draussen " in die Zuchtgläser, sondern werden als Milbennachwuchs  bereits beim Neuansatz  mit den Fliegen übertragen !

   Wenn Sie näheres über Milben in den Drosophilazuchten wissen
       möchten klicken Sie  den “Link” an!
           Achten Sie darauf, um diese Entwicklung zu verhindern !!

          
Rechtzeitig neue Zuchten beginnen .

     Nach dem Schlupf der neuen Generation Fliegen, sollten  diese
Fliegen unbedingt  zuerst für Neuansätze der Zucht verwendet
 werden. "Futterfliegen" erhalten Sie später in ausreichender Menge.

        
Ich  habe  eine einfache und  doch  erfolgbringende   Zucht   beschrieben, die mit  Sicherheit  vollkommend ausreichend  die
 Fliegen und Fliegenmaden mit  Nahrung versorgen und  eine 
gute Vermehrung bewirk
t .

       Bedenken sie :  Haferflocken sind die Grundsubstanzen für alle
auf dem  Markt befindlichen     Baby  - Nahrungen  !!
Warum  sollte diese nicht  auch  für   die
 Drosophila  - Zucht  ausreichend sein ?
Probieren  Sie es !!

Ich züchte seit über * 45 * ( fünfundvierzig ) Jahren die 
Fruchtfliegen in diesem Substrat !!    (ohne  Hefe !)
     Ein Pfund  Haferflocken, zubereitet als  Zuchtsubstrat, 
ist  natürlich zu viel.
   Füllen  Sie den  Rest  des Substrates,  der nicht  benötigt  wird, in  Plastikbeutel  und   frieren diese  tiefgekühlt   ein.
     Die Tiefkühlung des Substraten bewirkt auch das Abtöten
von Parasiten !
       Nach   Wochen  aufgetaut  und  gut verrührt steht  einer
     Weiterverwendung   nichts  im Wege !
                                                                           Ich   wünsche guten  Erfolg.

 

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