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Ausschnitte aus meiner Broschüre : C 11/83
Zum Abschluss,
möchte ich nochmals auf den sorgfältigen Umgang mit der Futtertierzucht aufmerksam machen. Sauberkeit der Zuchtbehälter und Geräte sollten immer Grundlage einer beginnenden Zucht sein. Trotzdem besteht die Gefahr, das Futtertiere entweichen, ( z.B. Grillen ). Sprühen Sie nicht mit einem Tötungsspray, sondern mit Haarspray. Es macht die Tiere bewegungsunfähig, riecht gut und die besprühten Tiere sterben nach kurzer Zeit. Ausserdem besteht bei dieser Methode nicht die Gefahr, andere Zuchten zu schädigen. Die Zuchtempfehlungen sind so ausgelegt, dass nur in Einzelfällen eine kurzfristige intensive Zuchtbetreuung nötig ist. Besonders wichtig war für mich, dem Anwender Rezepte für die Zusammenstellung der Zuchtsubtrate vorzuschlagen, die in ihrer Zusammensetzung ausreichend Vitamine und Mineralien enthalten. Dieses betrifft auch genannte Substrate, die als " Einzelfutter ", z.B. "Milupa / Milana" empfohlen werden. Die teilweise geforderten sehr hohen Vitaminisierungsempfehlungen für Futtertiere in vielen älteren Aufsätzen, halte ich für überzogen, da sie sogar die gesunde Säuglingsernährung um ein Vielfaches übersteigt .
Ein Springschwanz oder eine Fliege soll keine Potenzkapsel sein!
Empfehlungen, das Fliegen-Zucht-Substrate, die zusätzlich mit Hefe, Zucker und Obst ( Bananen ) angesetzt wurden, vollkommend geruchsfrei sein sollen, sind wirklich unsinnig !!
Frisch angesetzt riechen diese Ansätze gut, aber kurz vor dem Schlupf der neuen Fliegengeneration fangen diese Ansätze fürchterlich zu stinken an.
Bei länger stehenden Ansätzen stink es nicht nur, sondern es entwickeln sich auch Milben !
Also wie in der Zuchtempfehlung beschrieben, rechtzeitig neue Ansätze bereitstellen.
Ein wichtiger Hinweis sollte bedacht werden : Nährsubstrate, die zusätzlich mit Hefe und Zucker vermischt werden, stellen Ernährungsphysiologisch ein Überangebot von Kohlehydraten dar, mit dem in diesem Fall für die Zucht schädlichen Nebenwirkungen des Gärungsprozesses ( Zersetzung des Zuckers durch Hefefermente ) in hauptsächlich Äthylalkohol und Kolendioxyd ( Kohlensäure ).
Diese beiden Produkte in der Substrat - Entwicklung sind tödlich für die Insekten !!
Bedauerlicherweise erscheinen in der Fachliteratur immer seltener Fachaufsätze über Zuchten von Futtertieren, die wirklich Neuerungen beschreiben und nicht abgeschriebene, mit geringfügige Änderungen versehende Nostalgieempfehlungen oder auch "Spielereien " sind !
Auf eines möchte ich allerdings hinweisen, besonders aufgefallen im letzten Jahr : Zuchtansätze oder auch Futterportionen lassen sich einfach nicht so einrichten, dass die Futtertiere durch "abklopfen " aus den Behältern geschüttet werden können, dass geht eigentlich nur mit den Fruchtfliegen, ( wenn diese auch Milbenfrei sind ).
Anmerkung : Futter aus der Dose lässt sich auch “abgeklopft” verteilen !
Springschwanz - Zuchtansätze waren z. B. nur solange interessant, wie noch die Innenausstattung der Zuchtansätze mit Mexifarnplatten verschickt werden konnten. Da klappte die Fütterung noch, weil die Tierchen sich von den Platten abklopfen liessen.
Heute gibt es diese Farnplatten nicht mehr und es werden auch keine Springschwänze mehr als Futtertiere benötigt! Weil ??? es zu "arbeitsintensiv" ist, die Springschwänze jetzt aus den Versandbehältern zu bekommen !! Die Innenausstattung ist jetzt Torfgranulat und damit muss man sich doch beschäftigen ! Beschrieben habe ich die Entnahme der Springschwänze auf der Seite, wo diese als Zuchtansätze angeboten werden.
Eigentlich müssen Zuchtansätze immer betreut werden. Grindal, Mikro, Moina usw. entwickeln sich einfach nicht, wenn 14 Tage nichts daran getan wird. Bei Springschwänzen ist es etwas anderes. Hier kann man 4 bis 6 Wochen die Betreuung unterbrechen, wenn nach meiner Methode gezüchtet wird.
Es gibt aber auch wirkliche " Liebhaber der Vivaristik " die sich um die Zuchten kümmern und dadurch auch immer ein gutes Lebenfutter zur Verfügung haben ! Und wenn es mal nach langer Zeit daneben geht mit der Zucht , es gibt immer noch Ersatz ! Ich habe treue Kunden, denen ich 1 bis 2 mal im Jahr Ansätze schicken muss, ( nach der Urlaubszeit ) und dass schon über 20 Jahre! Elly Stute
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